
Du interessierst dich für lokale Themen, hast Fragen oder willst selbst aktiv werden? Dann bist du bei uns richtig.
Melde dich gern unter info@gruene-luebbecke.de oder komm einfach vorbei: bei unserer DenkBar, unserem offenen Treff an jedem vierten Dienstag im Monat im Küpers am Markt. Dort kannst du uns unkompliziert kennenlernen und mit uns ins Gespräch kommen.
Aktuelle Termine findest du hier. Mehr zu unserem Ortsverband gibt es hier, und Informationen zur Arbeit im Stadtrat und zu unseren Themen gibt es auf den Seiten unserer Fraktion.

In der Mitgliederversammlung des Ortsverbandes von Bündnis 90/Die Grünen Lübbecke am 12. Mai wurden die aktuellen Neubaupläne der Mühlenkreiskliniken für Espelkamp intensiv und ausführlich beraten. Nach eingehender Diskussion aller relevanten Aspekte sprach sich der Ortsverband einstimmig bei einer Enthaltung erneut für den Erhalt des Krankenhausstandortes Lübbecke aus.
Der Entscheidungsprozess war von einer sorgfältigen Abwägung unterschiedlicher Interessen und Anforderungen geprägt. Betrachtet wurden sowohl die gegenwärtige und zukünftige medizinische Versorgung als auch die Vorgaben der Krankenhausplanung von Bund und Land, Fragen der personellen und fachlichen Ausstattung sowie die Auswirkungen der Planungen auf Patientinnen, Patienten und Beschäftigte.
Ebenso intensiv diskutiert wurden die ökologischen Folgen der verschiedenen Varianten. Für die Lübbecker Grünen spielen insbesondere der Flächen- und Ressourcenverbrauch, die CO₂-Bilanz sowie der Erhalt des Biotops Gabelhorster Wald eine zentrale Rolle. Dabei wurde deutlich gemacht, dass sowohl der bestehende Standort in Lübbecke als auch ein möglicher Neubau in Espelkamp ökologische Auswirkungen mit sich bringen, die differenziert betrachtet werden müssen.
Der möglichen Sanierung und Weiterentwicklung des Krankenhauses in Lübbecke wurden die aktuellen Planungen für den Neubau in Espelkamp gegenübergestellt. Dabei zeigte sich für die Versammlung, wie schwierig die Abwägung zwischen medizinischer Versorgungsqualität, ökologischer Verantwortung und wirtschaftlicher Tragfähigkeit tatsächlich ist.
Auch Fragen der Investitionskosten, der Finanzierung sowie der langfristigen Zukunftsfähigkeit der Gesundheitsversorgung im Altkreis wurden ausführlich erörtert. Kritisch bewertet wurde insbesondere, dass die derzeitige Planung des Neubaus aus Sicht vieler Mitglieder zu knapp dimensioniert erscheint. Angesichts einer älter werdenden Bevölkerung bestehe die Gefahr, dass die Kapazitäten bereits mittelfristig nicht mehr ausreichen könnten.
Auch der Blick auf die Lübbecker Stadtentwicklung durfte in der Mitgliederversammlung nicht fehlen. Es wurde dabei deutlich hervorgehoben, dass der Verlust eines Krankenhausstandortes erhebliche wirtschaftliche und infrastrukturelle Folgen für die Stadt Lübbecke hätte. Ein Krankenhaus ist für viele Menschen ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung über Wohnort, Ansiedlung und Lebensqualität. Auch für die Entwicklung der Innenstadt und die Attraktivität des Standortes insgesamt spielt eine wohnortnahe medizinische Versorgung eine bedeutende Rolle. Gleichzeitig wurde kritisch angemerkt, dass bislang keine Nachnutzungskonzepte für das bestehende kompakte Krankenhausgebäude in Lübbecke vorliegen.
Diskutiert wurde zudem die häufig angeführte Zielvorgabe des Landes NRW, wonach 90 Prozent der Bevölkerung ein Krankenhaus innerhalb von 20 Minuten erreichen sollen. In der Debatte wurde darauf hingewiesen, dass diese Vorgabe vor allem politisch gesetzt sei und medizinisch nicht zwingend begründet werden könne. Als Vergleich wurde Niedersachsen genannt, wo in ähnlich ländlich geprägten Regionen andere Zeitmaßstäbe gelten.
Klar positionierte sich die Versammlung außerdem gegen eine Bebauung des Gabelhorster Waldes. Sollte es dennoch zu einem Neubau kommen, müsse ein notwendiges Parkhaus auf bereits landwirtschaftlich genutzten Flächen und keinesfalls im Wald errichtet werden.
Zwar wurde anerkannt, dass ein Neubau aufgrund der Landesförderung finanziell möglicherweise nicht wesentlich teurer wäre als eine umfassende Sanierung des Standortes Lübbecke. Gleichzeitig wurde jedoch darauf hingewiesen, dass in dieser Betrachtung Folgekosten etwa für Infrastruktur, Zufahrtswege und Parkhaus sowie Fragen der Nachhaltigkeit bislang nicht ausreichend berücksichtigt würden.
In der Diskussion wurde zugleich deutlich, dass die Argumente für einen Neubau aus medizinischer Sicht durchaus nachvollziehbar sind. Die Versammlung sah deshalb keine einfache oder eindeutige Entscheidung zwischen medizinischen, wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten. Vielmehr hielten sich die unterschiedlichen Aspekte in der Abwägung weitgehend die Waage. Ausschlaggebend war für den Ortsverband letztlich die ökologische Verantwortung. Gerade in einer Zeit, in der vielerorts Klima- und Nachhaltigkeitsziele relativiert oder zurückgestellt werden, sehen die Lübbecker Grünen die Pflicht, den Schutz von Ressourcen, Flächen und natürlichen Lebensräumen konsequent mitzudenken und politisch zu vertreten.
Nach intensiver Beratung aller medizinischen, ökologischen, wirtschaftlichen und infrastrukturellen Gesichtspunkte kam der Ortsverband zu dem Schluss, dass der Erhalt und die Weiterentwicklung des Krankenhausstandortes Lübbecke weiterhin die überzeugendere und nachhaltigere Lösung gegenüber dem derzeitigen Neubaukonzept darstellen.
Eine PDF unserer Pressemitteilung findet Ihr hier.
Medien
Kategorie
zum aktuellen Newsletter hier
hier auch zum aktuellen Newsletter von Schahina Gambir
IDAHOBIT* (Internationaler Tag gegen Homophobie, Biphobie und Transphobie). Die Rechte queerer Menschen geraten weltweit immer stärker unter [...]
Die Bundesregierung hat mit dem heutigen Gesetzentwurf für ein Gebäudemodernisierungsgesetz ein Comeback für fossil betriebene Heizungen [...]
Die aktuellen Umfragezahlen aus Sachsen-Anhalt sind extrem besorgniserregend. Die AfD steht wenige Sitze vor einer absoluten Mehrheit. Wenn wir [...]